wenn sie am ball bleiben möchten

Newsletter Dezember 2010

Zum Jahreswechsel meldet sich SOPHIE noch mit einem Newsletter. Leider ist dies der erste im Jahr 2010. So bleibt uns nur, einen kleinen Rückblick auf 2010 zu werfen und schon auf ein Highlight im Jahr 2011 hinzuweisen:

SOPHIE gehörte heuer zu den PreisträgerInnen der Sozialmarie

Niederschwelliger, anonymer, muttersprachlicher und akzeptierender
Ansatz der Beratungseinrichtung für aktive und ehemalige
Sexarbeiterinnen, überzeugte die Jury.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: “SozialMarie”

Wiener Aidstag 2010

Am 2. Dezember 2010 veranstaltete die Aidshilfe Wien abermals den Wiener Aids-Tag. Der Tag stand heuer unter dem Thema “Sexuelle Gesundheit und Migration”.
SOPHIE beteiligt sich an der Talkrunde zu “Sexualität und Sexarbeit”. Weitere Information finden sie
hier.

bufas e.V.: das Bündnis für die Interessen von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern

In Deutschland hat sich das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufas) als eingetragener Verein gegründet.  Im bufas.e.V. haben sich erstmals bundesweit Organisationen zusammen geschlossen, die Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter beraten. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: “BUFAS”

17. Dezember: Internationaler Tag gegen Gewalt gegen SexarbeiterInnen

Anlässlich des Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Sexarbeiterinnen  lud SOPHIE wieder zu einem Tag der offenen Tür am 17. Dezember ein. Die Stadt Wien war durch die Gemeinderätin Anica Matzka-Dojder vertreten. Für den 15. Bezirk sprach die Bezirksvorsteherstellvertreterin Claudia Dobias. Der Geschäftsführer der Volkshilfe Wien, DSA Walter Kiss betonte den hohen Stellenwert der Einrichtung. Unsere Presseaussendung dazu finden Sie hier.

Neue 24 Stunden Meldestelle und Hotline

Das Bundeskriminalamt hat eine Meldestelle eingerichtet, um den Kampf gegen Menschenhandel weiter zu intensivieren. Hinweise können telefonisch oder per E-Mail gemeldet werden.
Telefon: 01 24836 85383

E-Mail: menschenhandel@bmi.gv.at

Vorschau 2011:

Hydra in Berlin feiert 30 Jahre und veranstaltet anlässlich des Jubiläums wieder den legendären Hurenball.

Weitere Informationen finden Sie unter HYDRA.
 
Neue Bücher im Archiv
Folgende Bücher und Studien haben wir neu im Archiv:

 
Kontos, Silvia: Öffnung der Sperrbezirke. Zum Wandel von Theorien und Politik der Prostitution Ulrike Helmer, Königstein 2009

Brantner, Ines: Sozialarbeit und Sexarbeit. Eine empirische Studie über die Auseinandersetzung und den Umgang von ProfessionistInnen der Sozialen Arbeit mit der Thematik Prostitution. Fachhochschule St. Pölten 2010

Fröschl, Elfriede: Sexualisierte Gewalt in  Paarbeziehungen. Eine Studie des Vereins Wiener Frauenhäuser. Wiener Frauenhäuser 2010

Gerhardinger, Alexander: Pufferzone. Wie man ein Bordell betreibt. edition a 2010

Möller, Kurt (Hrsg.): Dasselbe in grün? Aktuelle Perspektiven auf das Verhältnis von Polizei und Sozialer Arbeit. Juventa Weinheim und München 2010

 

newsletter 08 2009

MEHR RECHTE FÜR SEXARBEITERINNEN

Die Volkshilfe Wien, Trägerin der Beratungsstelle SOPHIE für weibliche Prostituierte in Wien, begrüßt die Initiative der Regierung die Rechte von Sexarbeiterinnen zu stärken.

„Die kommerzielle Ausbeutung von Frauen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, wird durch die jetzige Rechtslage erleichtert. Durch sie kommen keine Verträge zustande und somit besteht auch keine Rechtssicherheit.“, erklärt Eva van Rahden, Leiterin von SOPHIE, die bisherige Problemlage. Das Fallen der Sittenwidrigkeit sei daher für sie der erste wichtige Schritt in Richtung Rechtssicherheit.

Absicherung in der Sexarbeit stärkt die dort Tätigen.

„Ich freue mich, dass über die Rechte von Sexarbeiterinnen diskutiert wird und dass auch die Meinung von Betroffenen berücksichtigt werden soll. Ich denke, dass viele Frauen, die der Sexarbeit nachgehen, eine feste Anstellung mit guten und korrekten Arbeitsbedingungen begrüßen werden.“ meint Angelinadream, selber seit über 20 Jahren in der Sexarbeit tätig.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Tätigkeit in der Sexarbeit nur als sogenannte „Neue Selbstständige“ möglich. Für viele Frauen werde das zu einer Schuldenfalle, stellt van Rahden fest: „Aus der Beratungspraxis wissen wir, das viele Frauen mit den Rahmenbedingungen der Selbstständigkeit überfordert sind. Nicht zu wissen wie eine Ein- und Ausgabenrechung für die Einkommenssteuer erstellt wird oder wie hoch die verschiedenen Grenzen für Steuerpflicht und Sozialversicherungspflicht sind, oder festzustellen, dass kaum Ansprüche auf Sozialleistungen bestehen – das sind häufige Gründe warum die Sexarbeiterinnen Beratung in Anspruch nehmen.“

Newsletter 07 2009

SOPHIE zieht Bilanz

Im ersten Halbjahr 2009 haben insgesamt 232 Sexarbeiterinnen 688 Beratungen und Begleitungen Anspruch genommen. Durchschnittlich wurden 61 Frauen pro Monat beraten. Im stärksten Monat nahmen 77 Frauen Beratung in Anspruch. 110 Frauen wandten sich erstmalig an SOPHIE.

Vermehrt kommen Frauen in die Beratung, die alle Voraussetzungen erfüllen um eine Freizügigkeitsbewilligung zu erhalten. Diese ermöglicht ihnen einen uneingeschränkten Arbeitsmarktzugang in Österreich. Dadurch verzeichnet SOPHIE eine vermehrte Nachfrage im Bereich Umstieg.

Zusätzlich kam es zu 1.493 Kontakten mit Sexarbeiterinnen. Diese erfolgten im Rahmen der aufsuchenden Arbeit, im Kommunikationsraum oder per Email und Telefon.

Daneben waren elf Medienanfragen zu beantwortet, sieben Forschungsinterviews zu geben, zwei Stellungsnahmen wurden verfasst und vierzig Vernetzungskontakte wahrgenommen.

Meilensteine zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen waren in dieser Zeit:

  • 10. März 2009: der Arbeitsbericht “Prostitution” wird im Ministerrat beschlossen.
  • Die Einrichtung der AG Länderkompetenzen “Prostitution” unter Leitung der BKA-Frauensektion als ein erster Umsetzungsschritt der Empfehlungen des Arbeitsberichtes. Es ist geplant, jährlich zwei Sitzungen abzuhalten und nach drei Jahren einen zusammenfassenden Bericht über die Arbeitsergebnisse zu erstellen.

SOMMERSPERRE

SOPHIE sperrt vom 3. August 2009 bis 14. August 2009.
Ab Montag, 17. August 2009 ist SOPHIE-BildungsRaum wieder wie gewohnt geöffnet!

 

Neue Bücher im Archiv
Folgende Bücher und Studien haben wir neu im Archiv:

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Regulierung von Prostitution und Prostitionsstätten. Berlin 2009

IOM: Caring for trafficked persons. Guidance for health providers. Genf 2009

Madonna e.V.: Die Entwicklung der Prostitution in Bochum. Ausstellungskatalog. Unveröffentlich 2009

Falck, Uta: Geschichte der Prostitution in der DDR. Ch. Links, Berlin 1998

Zäuner, Günther: Unterösterreich. Alles über Österreichs Unterwelt. ecowin, Salzburg 2009

Unser Archiv kann zu Studienzwecken, nach telefonischer Anmeldung, während der Öffnungszeiten genutzt werden. Kontakt

« Vorherige Einträge | Nächste Einträge »